FC Alemannia 1911 e.V. Groß-Rohrheim
FC Alemannia 1911 e.V. Groß-Rohrheim

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Aus dem Archiv

  60 Jahre "FC Quartett"                                    

 Quelle: Darmstädter Echo 

Am Stammtisch fängt alles an

Jubiläumskonzert: Viel Beifall für die Geburtstagsshow ,,Von null auf sechzig" des FC-Sängerquartetts

GROSS-ROHRHEIM. 
 
 
Sein 60-jähriges Bestehen feierte das Sängerquartett des FC Alemannia Groß-Rohrheim am Samstag in der Bürgerhalle. Fotos: Michael Burmeister

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen runden Geburtstag zu feiern. Das FC-Sängerquartett Groß Rohrheim feierte im vergangenen Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Nun gab es eine Party der besonderen Art - ein Jubiläumskonzert in der Bürgerhalle mit rund 500 Gästen, einem Streifzug durch 60 Jahre Musikgeschichte und vielen kleinen Anekdoten rund um das Vereinsleben. Als musikalische Gäste hatte sich das Sängerquartett den Projektchor der Lindenhofschule und das Ensemble des 1. Weinheimer Mandolinen-Orchesters eingeladen.

 

Es gibt kuriose Fußballvereine im Kreis Bergstraße. In Riedrode sitzt Deutschlands einziger Fußballverein mit einem Bahnhof als Vereinsheim, und Groß-Rohrheims FC Alemannia (FCA) kann eine Gesangsabteilung sein eigen nennen. Es war im Jahr 1949: Da trafen sich drei Fußballfreunde und zugleich begeisterte Sänger am Stammtisch. Es waren die Gründungsmitglieder Karl und Willi Ahl sowie Jakob Olf. ,,Ihnen ist es zu verdanken, dass es das FC-Sängerquartett gibt", sagte Chorleiter Walter Marweld, der am Samstag dirigierte und durch den ersten Programmteil führte.

 In kleinen gespielten Szenen erinnerten Mitglieder des Chores an solche und andere Anekdoten aus sechs Jahrzehnten Vereinsgeschichte. Und geschickt wurde dann übergeleitet in die jeweilige Musik der Zeit oder zu Liedern, die damals oft im Chor gesungen wurden. Horst Bachmann, Sohn des einstigen Vereinsvorsitzenden Wilhelm Bachmann, der sich damals für die Gründung der Gesangsabteilung stark gemacht hatte, konnte sich noch genau an die Anfangsjahre erinnern. ,,Ursprünglich sollte der Chor ausschließlich bei vereinsinternen Festen auftreten. Doch das hat sich später gewandelt. In den vergangenen sechs Jahrzehnten hatte der Chor 72 Mitwirkende. Allerdings hat er nun ein Problem: Es fehlt Nachwuchs", rief Horst Bachmann dem Publikum zu - in der Hoffnung, es finden sich im Saal ein paar Interessenten.

,,In einem kühlen Grunde" und der wohl bekannteste Wiener Walzer überhaupt, ,,An der schönen blauen Donau" - das sang das FC-Sängerquartett in seiner Gründungszeit und natürlich auch am Jubiläumsabend. Das Fünfziger-Jahre-Medley wurde begleitet von vier tanzenden Paaren, die sich ,,zufällig" im Publikum befanden.

 ,,Pferde zu vieren traben" war ein Anspielung an das erste große Konzert 1959. Mit den ,,Zwölf Räubern" und dem ,,Seemann" erinnerten sich zwei aktive Sänger an ihre Anfangszeit im Verein und zugleich an die sechziger Jahre. Mit Frankfurter Liedern (unter anderem Frau Rauscher, Im Blauen Bock) wurden die Siebziger besungen. Mit ,,Tom Dooley" wurden musikalisch die achtziger Jahre, der damals eingeführte Funzelabend und sechs neue Mitglieder begrüßt.

 Das 1. Weinheimer Mandolinenorchester stellte anschließend die Einleitung zu den neunziger Jahren und das Jubiläumskonzert zum 40-jährigen Bestehen her. Damals wie heute sang man ,,Marina" - und das Publikum ging begeistert mit.

 Nach dem Medley der ,,Golden Western Songs" (in Anlehnung an das Jubiläumskonzert 1999), durfte sich auch das jüngste Chormitglied, Markus Schollmeier, ein Lied wünschen. Gemeinsam mit dem Kinderchor sang man ,,The Lion sleeps tonight".

 Luc Grosselin moderierte den zweiten Konzertteil der Jubiläumsveranstaltung, der losgelöst war von der Vereinschronik. Von ,,Singen macht Spaß" über ,,Wo meine Sonne scheint" bis zum finalen Medley beliebter Quartett-Titel war viel aus dem Sängerquartett-Repertoire zu hören. Und der abschließende Applaus machte den Sängern Mut für weitere 60 Jahre.

 

 

 

Interview mit dem Gremiumsmitglied des Quartetts, Klaus Lautenbach

(Ausschnitt aus Festschrift anl. 90jähriges Jubiläum FC Alemannia in 2001)

Frage: Wie viele Mitglieder hat Eure Gesangsabteilung?

Klaus Lautenbach: Zusammen mit dem Dirgenten Walter Marweld sind wir 27 Sänger.

Frage: Was sind Eure Hauptaktivitäten?

Klaus Lautenbach: Neben der wöchentlichen Probe natürlich die öffentliche Darbierunt unseres gesanglichen Könnens. Dabei handelt es sich sowohl um vereinsinterne als auch um Veranstaltungen, zu denen jedermann willkommen ist. Wir nehmen jede Gelegenheit zum Singen nach Möglichkeit sehr gerne wahr.

Bei runden Geburtstagen kommen wir beispielsweise gerne zum Ständchen singen. Wenn der FC Alemannia uns um die Mitgestaltung der Weihnachtsfeier bittet, sagen wir auch nicht nein. Jahrelang waren wir außerdem eine feste Größe bei den Rosenmontagssitzungen , die immer sehr viel Freude bereitet haben.

Einen weiteren festen Termin in unserem Kalender stellt unser Funzelabend in der Rathausscheune dar. Jahr für Jahr sind wir immer wieder in der Lage unseren Gästen hierbei einen Auszug aus unserem vielseitigen Repertoire zu bieten und sie so oft für ein paar Stunden gut zu unterhalten. Das gemütliche, fröhliche Beisammensein mit "Wein, Weib und Gesang" steht beim Funzelabend im Mittelpunkt. darüber hinaus haben wir auch schon eigene Konzerte auf die Beine gestellt. Nicht zuletzt das große Jubiläumskonzert vor zwei Jahren.

Frage: Was wäre für ein neues Mitglied in Eurer Abteilung besonders attraktiv?

Klaus Lautenbach: Als passionierter Sänger steht für mich an erster Steller die Freude am Gesang? So weit sind wir auch vom Fußball nicht entfernt: Denn gibt es in einer Fußballmannschaft einen teamgeist, der alle Spieler beflügelt, zu besseren leistungen anspornt, so könnte man sagen, gibt es bei uns als Pendant einen WW"Chor-Geist", der beim Üben und später bei der Aufführung aus allen Kehlen das beste herausholt. Und ich denke jeder kennt das schöne Gefühl, wenn sich nach harter Arbeit der Erfolg einstellt.

Frage: Was waren für Eure Abteilung die Höhepunkte in den letzten fünf Jahren?

Klaus Lautenbach: Nun, das war eindeutig unser Jubiläumsjahr zum 50. Geburtsjahr des Quartetts 1999. Ich denke als doch recht kleine Abteilung haben wir hierbei ein beachtliches Programm und eine sehr umfangreiche Festschrift realisiert.

Den Groß-Rohrheimern werden die Veranstaltungen sicher noch im gedächtnis sein, deshalb möchte ich nicht auf alle im einzelnen eingehen. Die meiste Arbeit und letztlich auch größte Freude hat natürlich das Jubiläumskonzert bereitet. 13 neue Lieder waren in neunen Monaten Probezeit einstudiert worden. 650 Zuhölrer erlebten in einer von unseren Frauen wunderschön geschmückten Halle die Vielseitigkeit des Quartetts. Die große positive Resonanz des Publikums hat uns alle mit großem Stolz erfüllt.

Frage: Abschließend, was würdet Ihr Euch für die Zukunft wünschen?

Klaus Lautenbach: Den Menschen auch weiterhin mit unserem Gesang viel Freude zu machen. Das geht auf Dauer natürlich nur, wenn wir auch den entsprechenden Sängernachwuschs haben. Ich schätze jede Abteilung hat als Zukunftswunsch mehr Mitglieder angegeben. Es ist in unserer heutigen Gesellschaft einfach schwer, junbge Menschen über längere Zeit für eine Sache zu begeistern und ewtwas vom Gemeinschaftsgefühl, mit dem wir aufgewachsen sind, zu vermitteln. Es sollte sich keiner scheuen, einfach einmal bei uns rein zu schnuppern!

 

Gesangsabteilung "FC - Quartett

Aus der Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum des Vereins im Jahre 1986

Während der Wintermonate des Jahres 1948 wartete der FC Alemannia wieder einmal mit einem Theaterabend auf. Es wurde ein Stück mit Gesangseinlagen gezeigt, nach der Aufführung war bei allen Mitwirkenden eine gewisse Begeisterung haften geblieben. Man traf sich aus diesem grunde hin und wieder einmal in der Gastwirtschaft vin Frau Johanna Olf, um gemeinsam die erlernten Lieder zu singen. Diese Zusammenkünfte sind der eigentliche Ursprung von dem heutigen Sängerquartett geworden. In der Vorstandssitzung am 07. Mai 1949 wurde auf Empfehlung hin von dem damaligen 1. Vorsitzenden, Herrn Wilhelm Bachmann, dem seinerzeitigen, inzwischen leider verstorbenen, Schriftführer des Vereins, Herrn Leonhard Körber, der Auftrag erteilt, ein Vereinsquartett zu gründen. Dieses Quartett sollte die Aufgabe haben, Vereinsveranstaltungen gesanglich zu umrahmen. Außerdem sollte es bei vereinsinternen Anlässen (u.a. Hochzeiten, Geburtstagen, Beerdigungen) in Erscheinung treten. Sportkamerad Körber hat diese Aufgabe auch gelöst und um sich ehemalige aktive Spieler versammelt. Das Quartett begann seine Existenz mit zehn Sängern. Als Drigent wurde Fritz Marweld gewonnen.

Im Laufe der Jahre wuchs die Zähl der Sänger, sodaß man es wagen konnte, am 27.09.1959 im "Deutschen Haus" erstmal ein Konzert zu veranstalten. Das Quartett brachte 14 Lieder zu gehör und wurde bei zwei Chören von Rudi Stumpf auf dem Klavier begleitet, als Solist war der Bassist Kurt Hering aus Darmstadt verpflichtet worden. Im Jahre 1965 beteiligte sich die Sängergruppe des F.C. mit gutem Erfolg an einem Liederabend des Gesangsvereins "Sängerkranz 1832" Zwingenberg.

Am 08.11.1969 feierte der Verein das 20jährige Bestehen seines Quartetts im "Deutschen Haus". Leider konnte Herr Fritz Marweld, der das Quartett 20 Jahre lang ununterbrochen, uneigennützig geleitet hatte und seinen Sängern immer Freund und Kamerad gewesen ist ,dieses Jubiläum nicht mehr miterleben, da er am 03.06.1969 verstarb. Sängerkamerad Günther Kleinjung, ehe,aliger 1. Vorsitzender des FC, übernahm sein Amt. Beim Jubiläumsabend wirkten außer dem Quartett noch andere Groß-Rohrheimer Sängergruppen mit.

Im Jahre 1974 beging das Sängerquartett des FC Alemannia sein 25jähriges Jubiläum. Am Sonntag, dem 3. November wurde in der evangl. Kirche ein Gedenkgottesdienst abgehalten. Die Feierstunde fand am 09.11. in der Bürgerhalle Groß-Rohrheim statt. An der Gestaltung des Abends beteiligten sich alle musiktreibenden Ortsvereine und der Männergesangverein Sandhofen. Dirigent Günther Kleinjung konnte zahlreiche Gratutalionen entgegennehmen. Die Sänger des FC hatten keinen Eintritt verlangt, sie baten um SDpenden für die "Aktion Sorgenkind". DM 1.769, 26 DM konnten an das ZDF überwiesen werden.

Im Laufe der Jahre hatten sich die Aufgaben des Quartetts entscheidend gewandelt, zu den ursprünglichen Aufgaben, Veranstaltungen und Jubiläen des F.C. und seiner Mitglieder gesanglich zu umrahmen, waren nun weitreichendere Verpflichtungen getreten. Diese Tatsache sollen an den Jahren 1975 bis 1979 demonstriert sein, in denen die Sänger des F.C. bei folgenden Veranstaltungen mitwirkten:

1975 - Tag der Vereine im Rahmen des Maimarktes; 25jähriges Jubiläum des TTC Groß-Rohrheim; 90jähriges Jubiläum des Gesangvereins Sängerbund-Sängerlust 1886 Mannheim-Sandhofen

1976: Maimarkt; 25 Jahre Posaunenchor Groß-Rohrheim; Volkstrauertag;

1977: Rosenmonatssitzung des FC ; Maimarkt; 50jähriges Jubiläum des MGV "Eintracht Biblis; Familienabend des Kleintierzuchtvereins Groß-Rohrheim

1978: Rosenmontagssitzung; Maimarkt; Siegerehrung der Versehrtensportgruppe Groß-Rorheim; Burgfest des VfL Heppenheim; 25 Jahre Vogelschutz und Zuchtvereins Groß-Rohrheim

1979: Rosenmontagssitzung; 50. geburtstag des Bürgermeisters Peter Rudolf; Heimatabend des TTC Groß-Rohrheim; Maimarkt; Altennachmittag der evang. Kirchengemeinde; 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Groß-Rohrheim; Eröffnungsfeier der Kreisjugendschau des Kleintierzuchtvereins Groß-Rohrheim; Geistliche Abendmusik in der evang. Kirche.

Am 29.09.1979 begang das Sängerquartett sein 30-jähriges Bestehen mit einem Musikabend in der Bürgerhalle. Mitwirkende waren:als Stargast Gabriella Cao(Solosängerin), der MGV "Liederkranz"" Groß-Rohrheim, der Ev. Kirchenchor Groß-Rohrheim, der MGV Sandhofen.

Am 15.04.1980 verstarb Dirigent Günther Kleinjung . Er hatte elf Jahre lang das Quartett entscheidend geprägt. Wieder stand die Sangesgruppe vor einer schwerern Belastungsprobe; und abermals sprang ein Sänger aus den eigenen Reihen in die Bresche. Walter Marweld, der Sohn des ersten Dirigenten, übernahm ab Oktober 1979 die Chorprobe und dierigierte den Chor zum ersten Mal bei der Geistlichen Abendmusik in der Evang. Kirche am 09.12.1979.

In der Fastnachtskampagne 1977 begann der FC Alemannia seine inzwischen berühmt gewordenen Rosenmontagssitzungen.

Für einen Höhepunkt sorgten dabei Jahr für Jahr die Sänger des Quartetts. Sie erschienen zuerst als Sangesfrauen, dann wurde der Blaue Bock in der Bürgerhalle abgehalten, sie sorgten mit Äppelwoi-Liedern für Stimmung und traten als Grupee "Tschinghis Khan" auf.1982 und 1983 erfreuten sie nicht nur die Groß-Rohrheimer Narren, sondern auch die beim WSV lampertheim mit Seemanns- und Hafenliedern bzw. mit südländischen Weisen. In den letzten beiden Jahren standen südamerikanische Rhythmen und eine musikalische Weltreise auf dem Programm.

Den bisher größten Publikumserfolg durfte das Quartett bei seinem Konzert am 26.10.1985 in der Bürgerhalle erleben.

Die Sänger begeisterten mit ihren Liedern vom Wald und in der Heide bzw. mit Liedern aus aller Welt 670 Zuhörer. Das abwechslungsreiche Programm wurde außerdem mitgestaltet von den Jagdhornbläsern des Reit- und Fahrvereins Biblis, dem Handharmonikaorchester Groß-Rohrheim und einer Gitarrengruppe.

Im Laufe der Jahre hat das Quartett fünfzehn Sänger durch deren Tod verloren. Achtzehn Sänger waren teilweise über viele Jahre aktiv dabei und haben inzwischen leider in der Zwischenzeit das Singen eingestellt. In den letzten jahren stießen sechs sangesbegeisterte junge Männer zu der Gruppe. Derzeit besuchen 22 Mann die wöchentlichen Singstunden im Cafe Klinger. Von Anfang an dabei ist Eduard Olf.                          (Bericht von 02/1986)

 

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